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MIM-Bauteile fuer Waermepumpen und Kaeltetechnik: Praezisionskomponenten fuer die deutsche Waermewende

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Date:2026-08-14   Views:0


Was sind MIM-Bauteile für Wärmepumpen?

MIM-Bauteile für Wärmepumpen sind Präzisionskomponenten aus Metallpulverspritzguss (Metall-Injektions-Formen), die in Kompressoren, Expansionsventilen, Sensoren, Pumpen und Umschaltventilen von Wärmepumpen- und Kälteanlagen eingesetzt werden. Das Near-Net-Shape-Fertigungsverfahren verbindet die geometrische Gestaltungsfreiheit des Kunststoffspritzgusses mit den Werkstoffeigenschaften gesinterter Metalle und liefert kleine, komplexe Bauteile mit hoher Maßhaltigkeit und Dichte.

Funktionsweise des MIM-Verfahrens: Feines Metallpulver (Korngröße typisch < 20 µm) wird mit einem organischen Bindemittel aus Wachsen und Polymeren zu einem Feedstock compoundiert, auf einer Spritzgießmaschine in eine Präzisionsform eingespritzt, anschließend entbindert und bei Sintertemperaturen von 1.200 bis 1.380 °C zu einem dichten Bauteil mit 95 bis 98 % der theoretischen Werkstoffdichte verdichtet. Der lineare Sinterschrumpf von 16 bis 22 % wird bereits bei der Werkzeugauslegung kompensiert, sodass Bauteile mit Toleranzen von ±0,03 bis ±0,05 mm im As-Sintered-Zustand reproduzierbar gefertigt werden. Bedeutung für die deutsche Wärmewende: Die Bundesregierung treibt mit der Wärmepumpenoffensive und dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) den Umbau der Wärmeversorgung voran – mit dem Ziel, jährlich Hunderttausende neue Wärmepumpen zu installieren und bis 2030 den Bestand auf über eine Million Geräte auszubauen. parallel dazu sind erneuerbare Stromquellen wie Offshore-Windkraft (30 GW Ausbauziel bis 2030) zentral, um die Wärmepumpen mit grünem Strom zu versorgen. Jede Wärmepumpe enthält hunderte identische Präzisionskleinteile für Kompressor, Kältemittelregelung und Sensorik. MIM liefert diese Bauteile bei Stückzahlen von 10.000 bis über 500.000 Einheiten pro Jahr wirtschaftlich – mit konstanter Qualität, voller Materialrückverfolgbarkeit und Werkstoffeigenschaften, die den Anforderungen der DIN EN 378, DIN EN 14825 und IEC 60335 entsprechen. Der Fachkräftebedarf von jährlich rund 21.000 zusätzlichen Kräften für die Wärmewende unterstreicht, wie wichtig skalierbare, automationsfähige Fertigungsverfahren wie MIM sind, um die Nachfrage zu bedienen.

Schnellvergleich: MIM vs. CNC-Bearbeitung vs. Feinguss für Wärmepumpenkomponenten

Für Beschaffungsentscheider in der Wärmepumpen- und Kältetechnikbranche ist die Wahl des Fertigungsverfahrens eine Investitionsentscheidung mit langfristigen Kosten- und Qualitätsfolgen. Die folgende Gegenüberstellung vergleicht die drei wichtigsten Verfahren anhand der Kriterien, die in der technischen Beschaffung am häufigsten herangezogen werden.

KriteriumMIM (Metallpulverspritzguss)CNC-BearbeitungFeinguss (Präzisionsguss)
Toleranz (IT-Klasse)IT8–IT11 as-sintered; IT7–IT8 mit KalibrierungIT5–IT7IT9–IT12
Typische Maßhaltigkeit±0,03–0,05 mm; ±0,1 % für kritische Abmessungen±0,005–0,02 mm±0,1–0,3 mm
Oberfläche (Ra µm)0,4–1,6 (as-sintered)0,2–0,81,6–6,3
Stückzahl-Wirtschaftlichkeit10.000–500.000+ Stück/Jahr optimal1–2.000 Stück/Jahr> 1.000 Stück/Jahr
Materialausnutzung> 95 % (nahezu verlustfrei)20–50 % (Späne)60–80 % (Gussverluste)
Werkzeugkosten15.000–80.000 EURKeine (Spannzubehör)2.000–15.000 EUR
GeometriekomplexitätSehr hoch (Hinterschneidungen, innere Kanäle)Begrenzt durch WerkzeugzugangHoch, aber gröbere Maßhaltigkeit
Max. BauteilgrößeBis ca. 200 g (optimal < 100 g)Beliebig10–10.000 g

MIM gewinnt, wenn hohe Jahresstückzahlen mit komplexer Geometrie und korrosionsbeständigen Werkstoffen wie 316L, 17-4PH oder 420-Edelstahl zusammenkommen. CNC bleibt überlegen bei ultrapräzisen Toleranzen (IT5–IT6), sehr großen Bauteilen oder Stückzahlen unter 1.000 Einheiten. Feinguss ist eine Alternative für Bauteile zwischen 200 und 1.000 g, jedoch mit gröberen Toleranzen und schlechterer Oberflächenqualität als MIM.

Wann ist MIM die richtige Wahl für Wärmepumpenkomponenten?

Die Entscheidung für oder gegen MIM hängt von vier Schlüsselfaktoren ab: Jahresstückzahl, Bauteilgeometrie, Bauteilgröße und Werkstoffanforderung. MIM entfaltet seinen wirtschaftlichen und technischen Vorteil besonders dann, wenn alle vier Faktoren in dieselbe Richtung weisen.

MIM ist die erste Wahl bei:
  • Jahresbedarf über 10.000 Stück – die Werkzeugamortisation verteilt sich auf viele Einheiten, und die Stückkosten sinken auf 0,20 bis 1,50 EUR.
  • Komplexer Geometrie mit Hinterschneidungen, Gewinden, inneren Kältemittelkanälen oder multifunktionalen Merkmalen, die eine CNC-Bearbeitung unwirtschaftlich machen.
  • Bauteilgewicht unter 100 Gramm – hier ist MIM technisch optimiert und wirtschaftlich am stärksten.
  • Schwer zerspanbaren Werkstoffen wie 17-4PH (H900) oder gehärtetem 420-Edelstahl für Ventilsitze und Ventilnadeln.
CNC-Bearbeitung ist besser bei:
  • Sehr geringen Stückzahlen (< 1.000 Stück/Jahr) – hier entfällt die Werkzeuginvestition.
  • Ultrapräzisen Toleranzen im Bereich IT5–IT6, die MIM auch mit Kalibrierung nicht erreicht.
  • Großen Bauteilen über 200 g – MIM ist hier nicht wirtschaftlich.
Feinguss als Alternative bei:
  • Bauteilgewicht zwischen 200 und 1.000 g – wo MIM an seine Größengrenze stößt.
  • Mittleren Stückzahlen ab 1.000 Stück/Jahr mit moderaten Toleranzanforderungen (IT9–IT12).
"Wann lohnt sich MIM statt CNC für Wärmepumpenbauteile?" — MIM ist ab ca. 10.000 Stück pro Jahr wirtschaftlicher als CNC, besonders bei komplexen Geometrien wie Ventilplatten, Kolbenringen oder Rotorgehäusen mit Hinterschneidungen und inneren Kanälen. Die Wirtschaftlichkeitsgrenze liegt bei ca. 3.000 bis 5.000 Stück, abhängig von Bauteilkomplexität und Werkstoff. Unterhalb dieser Schwelle überwiegen die Werkzeugkosten von 15.000 bis 80.000 EUR die Stückkostenvorteile.

Schlüsselkomponenten für Wärmepumpen und Kältetechnik aus MIM

Wärmepumpen und Kälteanlagen sind komplexe thermodynamische Systeme, deren Funktion von präzise gefertigten Kleinstbauteilen abhängt. Viele davon fallen in den Bauteilgrößen- und Stückzahlbereich, der ideal für MIM ist. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten MIM-relevanten Bauteile mit ihren Funktionen, Werkstoffen, Toleranzklassen und typischen Jahresbedarfen.

BauteilFunktionWerkstoffToleranz (IT)Jahresbedarf*Gewichtsbereich
Ventilplatten (Kompressor)Steuerung des Kältemittelflusses im Kompressor – Hubbegrenzung und Dichtfunktion420 / 17-4PH (H900)IT7–IT850.000–200.0005–40 g
KolbenringeAbdichtung zwischen Kolben und Zylinderlaufbahn im Hubkolbenkompressor17-4PH (H900)IT7–IT850.000–150.0003–20 g
Ventilnadeln & Ventilsitze (Expansionsventil)Dosierte Kältemittelmengenregelung – Präzisionsdichtfläche und Stellmechanismus420 / 17-4PHIT6–IT7 (kalibriert)30.000–100.0001–15 g
SensorgehäuseSchutz von Temperatur-, Druck- und Durchflusssensoren gegen Kältemittel und Feuchtigkeit316LIT8–IT920.000–80.0005–30 g
SteckverbinderkontakteElektrische Verbindungen für Steuerungssysteme und LeistungselektronikCu-Legierung / 316LIT8–IT10100.000–500.000+1–8 g
Kreiselpumpenlaufräder & GehäuseteileFörderung des Kältemittels/Heißwassers – strömungsoptimierte Geometrie316L / 17-4PHIT8–IT910.000–40.00010–80 g
4-Wege-Ventil-UmschaltmechanismenUmschaltung zwischen Heiz- und Kühlbetrieb der Wärmepumpe17-4PH / 4140IT7–IT915.000–50.0008–60 g

*Jahresbedarf: Richtwert für einen Wärmepumpenhersteller mit mittlerer Serienproduktion und entsprechender Variantenvielfalt

Besonders hervorzuheben sind Ventilnadeln und Ventilsitze aus 420-Edelstahl: Sie benötigen eine harte, verschleißfeste Dichtfläche, die im Expansionsventil ständigen Hubbewegungen und Kältemittelströmung standhält. MIM liefert hier nach einer Härtebehandlung (48–55 HRC) präzise Sitzgeometrien mit integrierten Stellgewinden in einem Fertigungsschritt – eine Funktionsintegration, die CNC-Bearbeitung nur durch aufwändige Montage mehrerer Einzelteile erreicht. Strategien, wie solche integrierten Geometrien die Gesamtkosten senken, behandelt unser Leitfaden zur Kostenoptimierung durch Design- und Werkzeugstrategien im Detail.

Welche Werkstoffe eignen sich für MIM-Wärmepumpenbauteile?

Die Werkstoffauswahl für MIM-Bauteile in Wärmepumpen und Kältetechnik wird durch drei Hauptanforderungen bestimmt: Kältemittelbeständigkeit (einschließlich neuer Kältemittel wie R290 oder R32), mechanische Festigkeit für dynamisch belastete Kompressor- und Ventilbauteile sowie elektrische Leitfähigkeit für Kontaktbauteile. Die folgende Tabelle gibt einen systematischen Überblick.

WerkstoffBezeichnung (DIN/EN)Zugfestigkeit (MPa)Härte / EigenschaftDichte (g/cm³)Typische Anwendung
316LX2CrNiMo17-12-2 (1.4404)≥ 515 (Streckgrenze ≥ 205)Hoch korrosionsbeständig gegen Kältemittel7,85 (96–98 % theor.)Sensorgehäuse, Pumpengehäuse, Steckverbindergehäuse
17-4PH (H900)X5CrNiCuNb17-4-4 (1.4542)≥ 1.000 (H900-Aushärtung)Hohe Festigkeit, Ausscheidungshärtung bei 482 °C7,80 (95–97 % theor.)Kolbenringe, Ventilplatten, 4-Wege-Ventil-Mechanismen
420X20Cr13 (1.4021)700–850 (gehärtet)48–55 HRC gehärtet, verschleißfest7,70 (95–97 % theor.)Ventilnadeln, Ventilsitze, Verschleißteile im Expansionsventil
414042CrMo4 (1.7225)655–1.030 (vergütet)Vergütbarer Baustahl, zäh7,85 (95–97 % theor.)Schraubenkompressor-Rotorgehäuse, Stellmechanismen
Cu-Legierung (C18000)CuNi2SiCr600–900 (aushärtbar)Hohe elektrische Leitfähigkeit, IACS 45–60 %8,80 (95–97 % theor.)Steckverbinderkontakte, Stromschienen, elektrische Verbindungen
304LX2CrNi19-11 (1.4306)480–620Gute allgemeine Korrosionsbeständigkeit7,90 (96–98 % theor.)Strukturbauteile, innere Gehäuseteile
316L ist der Standardwerkstoff für alle direkt mit Kältemittel oder Kondensatfeuchtigkeit in Kontakt stehenden MIM-Bauteile. Seine hervorragende Beständigkeit gegen Chlorid- und Kältemittelkorrosion macht ihn zur ersten Wahl für Sensor- und Pumpengehäuse. Die Zugfestigkeit von ≥ 515 MPa reicht für die meisten nicht direkt lastübertragenden Anwendungen aus. 17-4PH im H900-Zustand erreicht mit ≥ 1.000 MPa Zugfestigkeit das Niveau hochfester Schmiedestähle und ist daher prädestiniert für dynamisch belastete Kompressorbauteile wie Kolbenringe und Ventilplatten. 420-Edelstahl ergänzt das Portfolio für hochverschleißbeanspruchte Dichtflächen in Expansionsventilen, die nach dem Sintern auf 48 bis 55 HRC gehärtet werden. Die konsistente Werkstoffqualität über die gesamte Lieferkette ist dabei entscheidend – unser Leitfaden zur Qualitätssicherung in der chinesischen Lieferkette beschreibt die Prüf- und Dokumentationsanforderungen dafür.

Wie präzise ist MIM für Wärmepumpenkomponenten?

Die Maßhaltigkeit von MIM-Bauteilen wird durch zwei Faktoren bestimmt: den Sinterschrumpf (typisch 16 bis 22 % linear) und die Prozessstabilität beim Spritzgießen und Sintern. Im As-Sintered-Zustand – also ohne mechanische Nachbearbeitung – erreicht MIM Toleranzklassen von IT8 bis IT11.

Konkrete Toleranzwerte für Wärmepumpenbauteile:
  • As-sintered: ±0,03 bis ±0,05 mm typisch; ±0,1 % der Nennabmessung für kritische Maße
  • Mit Kalibrierung (Nachpressen im Gesenk): ±0,02 bis ±0,05 mm (IT7–IT8)
  • Für hochpräzise Ventilsitze: kombinierte MIM-Fertigung mit anschließender CNC-Feinbearbeitung der Dichtfläche
  • Oberflächenrauheit as-sintered: Ra 0,4 bis 1,6 µm
"Welche Toleranzen erreicht MIM für Wärmepumpenbauteile?" — Im As-Sintered-Zustand erreicht MIM ±0,03 bis 0,05 mm bzw. ±0,1 % für kritische Abmessungen (IT8–IT11). Mit Nachkalibrierung im Gesenk sind ±0,02 bis 0,05 mm (IT7–IT8) erreichbar. Für Dichtflächen von Ventilsitzen kann gezielt eine CNC-Feinbearbeitung folgen, ohne die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zu gefährden.

Die Sinterdichte von 95 bis 98 % der theoretischen Dichte gewährleistet mechanische Eigenschaften, die im Bereich von gewalztem oder geschmiedetem Material liegen. Für Wärmepumpenkomponenten, die dynamischen Belastungen im Kompressor ausgesetzt sind (Kolbenringe, Ventilplatten), ist eine Dichte von mindestens 96 % Standard. Die Methodik zur Vom-Prototyp-zur-Serie-Überführung inklusive Toleranzabsicherung ist direkt aus der Automobilzulieferung übertragbar, wie unser Leitfaden für die Automobilindustrie – vom Prototyp zur Serie zeigt.

Normen und regulatorische Anforderungen für Wärmepumpen-MIM-Bauteile

Wärmepumpen und Kälteanlagen sind sicherheitsrelevante Systeme, deren Komponenten strengen europäischen und internationalen Normen unterliegen. MIM-Bauteile, die in Serien-Wärmepumpen verbaut werden, müssen eine umfassende Prüfkette durchlaufen, die sich aus Kälteanlagensicherheit, Wärmepumpenleistung und Gerätekonformität zusammensetzt.

DIN EN 378 – Sicherheit von Kälteanlagen und Wärmepumpen: Diese Norm legt die sicherheitstechnischen und umweltrelevanten Anforderungen an Kälteanlagen fest, einschließlich Druckgeräteanforderungen für Komponenten, die mit Kältemittel beaufschlagt werden. MIM-Bauteile in Druckkreisläufen müssen die entsprechende Druck- und Dichtheitsprüfung bestehen. DIN EN 14825 – Wärmepumpen und Klimageräte bei Teillast: Definiert die Prüfung und Bewertung der Leistung von Wärmepumpen bei Teillastbedingungen. Präzise gefertigte Expansionsventile und Komponenten sind entscheidend, um die Effizienzanforderungen über den gesamten Lastbereich zu erfüllen. IEC 60335-2-40 – Sicherheit elektrischer Geräte für Haushalt und ähnliche Zwecke: Diese Norm spezifiziert die Sicherheitsanforderungen für elektrische Wärmepumpen, einschließlich der elektrischen Steckverbinder- und Kontaktbauteile aus MIM.
AnforderungsbereichNorm / RegelwerkAnforderung für MIM-BauteileTypischer Prüfwert / Nachweis
KälteanlagensicherheitDIN EN 378-2Druck- und Dichtheitsbeständigkeit von Bauteilen im KältemittelkreislaufBetriebsdruck bis 45 bar (R32), Berstdrucknachweis
Teillast-EffizienzDIN EN 14825Reproduzierbare Durchfluss- und Regelgenauigkeit der ExpansionsventileMengenregelung ±2 % über Lastbereich
Elektrische SicherheitIEC 60335-2-40Isolations- und Kontaktwiderstand der SteckverbinderkontakteIsolationswiderstand ≥ 2 MΩ, Kriechstrecken nach Spannung
Gerätesicherheit / KonformitätGebäudeenergiegesetz (GEG)Konformität der Heizungsanlage mit erneuerbaren QuellenSystemzertifikat, Komponentenrückverfolgbarkeit
KorrosionsbeständigkeitDIN EN ISO 9227 (NSS)Salzspray-Test für Gehäuse und Außenbauteile≥ 480 h ohne Rotrost (316L)
ErstbemusterungVDA 2 (PPAP)Vollständige PPAP-Dokumentation für SerienfreigabeLevel 3 für Neuteile
ProzessfähigkeitStatistische ProzesskontrolleCpk ≥ 1,33 für kritische MerkmaleCpk ≥ 1,67 für Sicherheitsbauteile
CE-Kennzeichnung und EU-Konformität: Wärmepumpen als fertige Geräte fallen unter mehrere EU-Richtlinien (Druckgeräterichtlinie, Niederspannungsrichtlinie, Maschinenrichtlinie). Für importierte MIM-Komponenten aus Drittländern muss der Hersteller sicherstellen, dass die Bauteile die entsprechenden Konformitätsnachweise liefern. Unser Leitfaden zur CE-Kennzeichnung für MIM-Präzisionsteile behandelt die Importrichtlinien und Konformitätsdokumentation im Detail.

Ist MIM richtig für Ihr Wärmepumpenprojekt? Beantworten Sie diese 4 Fragen

Die Entscheidung für MIM als Fertigungsverfahren lässt sich durch einen strukturierten Entscheidungsrahmen systematisch herleiten. Beantworten Sie die folgenden vier Fragen, um zu prüfen, ob MIM die optimale Lösung für Ihre Wärmepumpen- oder Kältekomponente ist.

Frage 1: Wie hoch ist Ihr Jahresbedarf?
  • Unter 1.000 Stück/Jahr → CNC-Bearbeitung ist wirtschaftlicher (keine Werkzeuginvestition erforderlich)
  • 1.000 bis 5.000 Stück/Jahr → Übergangsbereich; MIM und CNC im Kostenvergleich prüfen
  • 10.000 bis 500.000+ Stück/Jahr → MIM ist in der Regel die wirtschaftlichste Lösung (Stückkostenvorteil dominiert bei 0,20–1,50 EUR)
Frage 2: Wie groß ist das Bauteil?
  • Unter 100 g → MIM ideal: volle Designfreiheit und Wirtschaftlichkeit
  • 100 bis 200 g → MIM noch wirtschaftlich, aber Werkzeugkosten steigen
  • Über 200 g → Feinguss prüfen; MIM nur bei sehr komplexer Geometrie
Frage 3: Wie komplex ist die Geometrie?
  • Einfache Geometrie (zylindrisch, plan) → CNC ausreichend, MIM bietet keinen Geometrievorteil
  • Mittlere Komplexität (Gewinde, Nuten, Bohrungen) → MIM bietet Kostenvorteile ab 5.000 Stück
  • Hohe Komplexität (Hinterschneidungen, innere Kältemittelkanäle, multifunktionale Merkmale) → MIM ist die beste Wahl – CNC wird unwirtschaftlich
Frage 4: Welcher Werkstoff wird benötigt?
  • 316L, 17-4PH, 420, 4140 → Als MIM-Feedstock standardmäßig verfügbar, keine Werkstoffentwicklung nötig
  • Cu-Legierungen (C18000) → MIM-Feedstock verfügbar, ideal für elektrische Kontaktbauteile
  • Speziallegierungen → Verfügbar, aber höhere Feedstock-Kosten und längere Qualifikationszeit
Auswertung: Bei drei oder mehr Antworten, die für MIM sprechen (hohe Stückzahl, kleine Bauteilgröße, komplexe Geometrie, Standardwerkstoff), ist MIM mit hoher Wahrscheinlichkeit die optimale Fertigungslösung. Über die reine Wärmepumpentechnik hinaus ist MIM auch für benachbarte Sektoren der Energiewende relevant – etwa für MIM-Bauteile für Offshore-Windenergie, die den grünen Strom für die Wärmepumpen liefern.

Starten Sie Ihr MIM-Projekt für Wärmepumpen und Kältetechnik

Die deutsche Wärmewende verlangt nach skalierbaren, präzisen und wirtschaftlich in Serie herstellbaren Komponenten – von der Wärmepumpenoffensive über das Gebäudeenergiegesetz bis zum Ausbauziel von über einer Million Geräten. MIM bietet genau diese Kombination: komplexe Geometrien aus hochwertigen Werkstoffen wie 316L, 17-4PH, 420-Edelstahl und Kupferlegierungen, Toleranzen von ±0,03 bis 0,05 mm (bis IT7 mit Kalibrierung) und wirtschaftliche Produktion ab 10.000 Stück pro Jahr.

Was wir für Sie tun können:
  • Kostenlose MIM-Fertigbarkeitsanalyse – Laden Sie Ihre Zeichnung oder 3D-CAD-Datei hoch, und unser Ingenieurteam bewertet innerhalb von 48 Stunden die MIM-Eignung, empfiehlt den optimalen Werkstoff und erstellt eine Kostenschätzung.
  • Werkstoffberatung – Auswahl zwischen 316L, 17-4PH, 420, 4140 und Cu-Legierungen je nach Anforderungsprofil (Kältemittelbeständigkeit, Festigkeit, Verschleiß, elektrische Leitfähigkeit).
  • Konformitätsunterstützung – Vorbereitung der PPAP-Dokumentation nach VDA 2, Abstimmung mit DIN EN 378, DIN EN 14825 und IEC 60335, CE-Konformitätsnachweise für importierte Bauteile.
  • Lieferantenmanagement – Von der Erstbemusterung bis zur Serienbelieferung mit vollständiger Chargenrückverfolgbarkeit.
Senden Sie uns Ihre Konstruktionsunterlagen für eine kostenlose MIM-Fertigbarkeitsanalyse. Unser Team aus Ingenieuren und Beschaffungsexperten bewertet Ihre Bauteile, erstellt einen DFM-Bericht (Design for Manufacturing) und liefert eine transparente Kostenaufstellung – inklusive Werkzeugkosten, Stückkosten und Lieferzeit. Starten Sie heute und sichern Sie sich skalierbare Präzisionskomponenten für Ihre nächste Wärmepumpen- oder Kälteanlagengeneration.

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